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Pressemeldung 05.11.2013 in der Hohenloher Zeitung

Bedeutung von Lerngeschichten aufgezeigt
Fortbildungstag an der Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule

Mit Sibylle Haas hatte die Öhringer Fachschule für Sozialpädagogik eine renommierte Autorin und Fortbildnerin aus Berlin als Referentin für ihr Fachforum eingeladen. Im Zentrum standen Lerngeschichten, welche den Umgang zwischen Lehrenden und Lernenden in Neuseeland in hohem Maße bestimmen.

Sibylle Haas lebte mehrere Monate in Neuseeland und hat seitdem viele Kontakte zu den dortigen Kolleginnen. In ihrer 2012 erschienenen Veröffentlichung "Das Lernen feiern - Lerngeschichten aus Neuseeland" bündelt sie diese Erfahrungen und Erkenntnisse und gibt damit den interessierten Fachkräften wertvolle Impulse zur Weiterentwicklung des Konzeptes der Lerngeschichten im deutschsprachigen Raum.

Dialog In ihrem Öhringer Referat plädierte sie für eine lebendige Arbeit mit Lerngeschichten, in denen Gefühle und Vermutungen, Überraschungen und achtsame Reaktionen im Alltag sowie eine forschende Haltung der Erzieher eine Rolle spielen. Lerngeschichten zu schreiben sei ein hervorragendes Mittel zur Sprachförderung, vor allem aber verschafften und stabilisierten sie menschliche Beziehungen durch den Dialog.

"Mir hat besonders gefallen, dass sie anhand oft gestellter Praxisfragen konkrete Hinweise zur Arbeit mit den Lerngeschichten gibt", resümierte Franz Reinalter, Lehrer an der Öhringer Fachschule und einer der Organisatoren des Fachforums; die sich über die bedeutende Resonanz des Fachforums freuten: Immerhin waren rund 200 Teilnehmer erschienen.

Neugier Neben den Angehörigen der Fachschule war das Interesse auch unter Fachkräften aus Kindertagesstätten sowie Fachberaterinnen groß. "Probiert es aus", riet Sibylle Haas den Pädagogen und erinnerte daran, dass Lehren und Lernen immer nur mit einem forschenden und neugierigen Blick möglich sei.

Beim sich anschließenden Studientag an der Fachschule machten sich Lehrende und Lernende dann daran, beim Schreiben von Geschichten sowie der Weiterentwicklung der Praxiskonzeption der Schule, diese forschende Haltung in die Tat umzusetzen. "Wenn unsere Schüler uns Lehrer als Lernende erleben, wie es hier geschieht, werden die angehenden Erzieherinnen und Erzieher ermutigt, sich mit den Kindern auf Prozesse des gemeinsamen Lernens und Forschens einzulassen", betont Claudia Litterst, Lehrerin an der Fachschule.

Pressemitteilung (PDF-Datei, 62KB)

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