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Pressemeldung im Mai 2007 in der Heilbronner Stimme

Erzieherinnen heute anders gefordert
Kompetenzzentrum für Elementarbildung an der Öhringer Fachschule für Sozialpädagogik

In Zeiten stürmischer Bildungsreformen gilt es, nicht nur Kurs zu halten, sondern neue Wege zu gehen: Mit der Entwicklung neuer Lehrangebote in den Bereichen beruflicher Aus- und Weiterbildung reagieren die Verantwortlichen der zur Öhringer Richard-von-Weizsäcker-Schule gehörenden Fachschule für Sozialpädagogik auf die Herausforderungen, vor denen Erzieherinnen und Erzieher stehen.

Die jüngsten Debatten um die Frühförderung von Kindern zeigen, dass die Anforderungen an den Beruf der Erzieherin vor einem radikalen Wandel stehen. Diesem Wandel hat die Öhringer Fachschule in zweierlei Hinsicht Rechnung getragen: Zum einen wurde mit wissenschaftlicher Unterstützung ein Struktur- und Entwicklungsplan entworfen, der den neuen Anforderungen an Aus- und Weiterbildung gerecht wird. Das Ergebnis ist ein zweijähriges Curriculum, das mit seinen vier Säulen der Bildungsförderung, der Sportpädagogik, der Sprachförderung und der Musikerziehung die Vermittlung beruflicher Kompetenzen im Bereich Erziehung auf eine neue Grundlage stellt. Zum anderen hat eine noch engere Verzahnung mit der Praxis und den Trägern entsprechender Einrichtungen stattgefunden.

Potenziale fördern „Kinder und Jugendliche stellen heute ganz andere und neue Anforderungen an Erzieher und Lehrer als früher“, beschreibt Eva Maria Wolber, Leiterin der Öhringer Fachschule für Sozialpädagogik. Darüber hinaus erwarte jedoch die Gesellschaft von den entsprechenden Einrichtungen keinesfalls mehr lediglich Aufbewahrung oder Beschäftigung der Vorschulkinder. Diese Zeiten seien längst vorbei. Es komme heute in den Kindergärten darauf an, die Potenziale der Kinder zu fördern.

Bei der Vorstellung des Konzepts verweist die Öhringer Fachschule für Sozialpädagogik auf den modularen Aufbau der Berufsfachschule für Zusatzqualifikationen im Bereich Erziehung (BFQE): So gilt das erste der beiden Ausbildungsjahre als Basismodul, innerhalb dessen nach den Vorgaben des Orientierungsplans die künftigen Absolventinnen und Absolventen mit den Bereichen Bildungsförderung, Sprachförderung, Sportpädagogik und Musikerziehung vertraut gemacht werden. Dabei habe die Sprachförderung einen wichtigen Stellenwert: „Wir antworten damit auf die gerade in jüngster Zeit immer öfter zu hörende Klage über mangelnde Deutsch-Kenntnisse, und zwar unabhängig davon, ob es sich um die Muttersprache oder die Zweitsprache geht“, erläutert Eva Maria Wolber. Wenngleich die vier Bereiche fest umrissen sind, bieten sich durch das Angebot von Wahlfächern in jedem der vier Bereiche individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Das zweite Ausbildungsjahr baut als Vertiefungsmodul auf dem Basismodul des ersten Jahres auf. Gerade im Bereich der Bildungsförderung kommen hier Differenzierungen hinzu, denn neben der fortgeführten Sprachförderung wird hier gezielt in den Bereichen Mathematik, Technik, Chemie und Biologie angesetzt, und zwar im Sinne selbsttätigen Entdeckens und Lernens. red

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