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Können wir Holz beweglich miteinander verschrauben? (von Andrea Ilzhöfer)
Andrea Ilzhöfer
Dieses Projekt fand im Kindergarten Rinderfeld als so genannte
MINTecWerkstatt
statt. MINTec steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. MINTecHohenlohe ist eine Bildungsinitiative der Innovationsregion Kocher & Jagst e.V., die Kindern und Jugendlichen mit Hilfe von MINTecWerkstätten einen Zugang zu naturwissenschaftlich-technischen Themen ermöglichen und dadurch das Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken möchte.

















































So hieß die Aufgabe, welche die Kinder in unserem Kindergarten beantworten wollten. Zuerst gab es aber eine kleine Überraschung. Schachteln lagen auf dem Tisch. Was da wohl drin sein mag? Jedes Kind öffnete seine kleine Schachtel und erkannte sofort, da sind Schrauben drin, und nicht alle kennen wir. Erzieherin: „Das ist eine Hutmutter. Was ist denn das Besondere daran?” Kind: „Die passt nur auf eine Schraube und geht nicht ganz rein.” Ein anderes Kind: „Ich weiß noch etwas! Das war leicht und das ganz schwer. Die Mutter ging schwer rein zu machen weil sie so klein ist.” Erzieherin: „Diese Mutter sieht auch ganz komisch aus.” Kind: „Das sieht wie Arme aus, das ist eine Armmutter.” Erzieherin: „Es könnten auch zwei Flügel sein.” Kind: „Dann ist es eine Flügelmutter.” Ein anderes Kind: „Die Flügelmutter sieht aus wie ein Anker. Wenn ich sie drehe, geht sie immer weiter bis sie hier stecken bleibt.”

Dann schauten die Kinder noch die benötigten Werkzeuge an. Sie kannten alle. Sie lernten nur noch den Namen des Maulschlüssels zu dem man aber auch Schraubenschlüssel sagen kann.
Genau wurde untersucht wie der Bohrer in den Handbohrer kommt. Und dann konnte es mit der Aufgabe losgehen: Könnt ihr die Holzlatten so zusammen machen, dass sie sich noch bewegen lassen? Jedes Kind probierte aus. Zwei Mädchen arbeiteten zusammen. Die Erzieherin fragte sie, warum sie das tun. Kind: „Es wird schneller fertig, und es wird größer und es wir schöner.”
Kleine Probleme traten auf. Ein gebohrtes Loch riss aus. Warum wohl? Das Kind weiß warum: „Ich habe zu weit außen gebohrt und dann ist es ausgebrochen. Beim nächsten Mal bohre ich weiter innen.” Wie mache ich es denn, damit die zwei Löcher aufeinander passen? Fragte sich ein Kind und wusste auch gleich die Lösung: „Zuerst habe ich ein Loch gebohrt und dann habe ich das andere Holz hingelegt und habe abgezeichnet und dann reingebohrt.” Die Auszubildenden halfen den Kindern, so dass diese selbst eine Lösung für das Problem fanden.

Nachdem alle fertig waren, besprachen wir miteinander, welche Probleme es gab und wie sie gelöst wurden.
Kind: „Als ich die Schraube reingemacht habe, hat sich das Holz (der Stab des „Verkehrschildes” bewegt und da habe ich einen Nagel reingeschlagen und jetzt bewegt es sich nicht mehr.”
Kind: „Ich habe auch ein Warndreieck gemacht, das kann stehen. Zuerst bin ich nicht schräg durch gekommen. Aber dann bin ich doch gerade durch.”
Kind: „Bei mir ist der Bohrer nicht gut durchgekommen. Und dann habe ich den Sascha gefragt und der hat mir dann geholfen.”
Kind: „Ich habe das Holz beim Bohren falsch eingespannt und dann hat es gewackelt. Dann hab ich es anders eingespannt.”
Kind: „Einmal habe ich in den Tisch gebohrt. Aber dann habe ich das Holz raus stehen lassen am Tisch und dann ist es gegangen.”
Kind: „Ich habe am Anfang einen Nagel durchgeschlagen, aber das Loch war zu klein. Dann habe ich es gebohrt und dann war das Loch größer.”
Jedes Kind hat es geschafft, Holz beweglich miteinander zu verbinden. Es entstanden Verkehrsschilder, Bilderrahmen, Fächer und ein E.
   
   
 
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