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Können wir Fahrzeuge mit beweglichen Rädern bauen? (von Andrea Ilzhöfer)
Andrea Ilzhöfer
Dieses Projekt fand im Kindergarten Rinderfeld als so genannte
MINTecWerkstatt
statt. MINTec steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. MINTecHohenlohe ist eine Bildungsinitiative der Innovationsregion Kocher & Jagst e.V., die Kindern und Jugendlichen mit Hilfe von MINTecWerkstätten einen Zugang zu naturwissenschaftlich-technischen Themen ermöglichen und dadurch das Interesse an Naturwissenschaften und Technik wecken möchte.













































So hieß dieses Mal die Aufgabe bei unserer MINTecWerkstatt.
Zuerst einmal probierten wir mithilfe einer schiefen Ebene aus, wann ein Gegenstand sich bewegt und warum. Ein Fahrzeug mit Rädern rollt. Aber warum bewegt sich ein Baustein ganz langsam oder gar nicht? Und was kann man machen, dass es sich doch bewegt?
Es kamen verschiedene Antworten von den Kindern: „Man kann den Baustein schieben, das Brett glatter machen oder das Brett schiefer halten.” Und warum geht es mit Rädern besser? „Weil sie rollen!” Und warum geht es seitwärts nicht? Antwort eines Kindes: „Weil die Räder sind breit und dann stoppen sie.” Und was rollt schneller die schiefe Ebene herunter. Der Holzbaustein oder das Auto? Natürlich das Auto! Schaffen wir es auch, dass der Holzwürfel die schiefe Ebene herunter rutscht? Antworten der Kinder sind: „Wenn man das Brett schief hält rutscht der Würfel leichter herunter. Man kann ihn auch runter schubsen.”

Und dann schauten wir uns die Materialien an und überlegten, was wir damit machen könnten.
Zusammen mit den Auszubildenden der Firma BASS geht es los.
Wie bekommt man die Räder zum Rollen? Da musste geklebt, gesägt und angezeichnet werden. Es ist soviel Material da, was kann ich denn damit noch machen? Wie schaffe ich es, dass die Räder, die Achsen sich auch wirklich drehen? Einfach auf den Fahrzeugboden kleben geht nicht. Dann rollen die Räder ja nicht! Und wie geht es dann? Da liegen noch leer Hülsen, und wenn man die Achse in die Hülse steckt dann bewegen sich die Räder. Und wie hält nun die Hülse an dem Boden des Fahrzeuges? Das ist eine gute Frage. Ein Kind hatte die Idee, sie mit Malerkrepp zu befestigen. Und es ging!

Und dann ging es an das Feintuning. So ein Fahrzeug hat auch noch einen Aufbau. Dann mussten die Kinder auch noch probieren ob das Fahrzeug auch wirklich rollt. Alle konnten sie die Schräge hinunterrollen und bestanden den Test.

In der Schlussrunde wurde noch besprochen, ob es Probleme gab, welche es waren und wie die Probleme gelöst wurden. „Wie habt ihr es geschafft, die Räder zum Rollen zu bringen?” War die Frage der Erzieherin. Kind: „Zuerst habe ich versucht, Nägel reinzuhauen und das hat ganz lange gedauert und dann habe ich Schrauben genommen und das hat funktioniert. Und die hinteren Räder habe ich mit Nägel gemacht.”
Kind: „Zuerst habe ich Nägel genommen, die sind aber immer wieder raus gesprungen. Dann habe ich es mit Schrauben versucht, aber das ging auch nicht, die sind immer weg gespritzt.”
Kind: „Ich habe Stöcke genommen und die in das Rohr gesteckt und das ans Auto geklebt.”
Kind: „Ich habe zuerst das Holzbrett abgesägt und dann die Stöcke und das Rohr angeklebt. Mein Holz habe ich abgesägt, weil es zu groß war und da haben sich die Räder nicht gedreht.”

Jedes Kind zeigte zum Schluss voller Stolz sein Fahrzeug.
   
   
 
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